Buchreport
»Was der ... Autorenhaus Verlag ausgegraben hat, ist sensationell... die Erben der Spences ausfindig gemacht und das aufwändig gezeichnete Kleinod neu aufgelegt.«
Der Spiegel
»Hinter dem Pseudonym Dr. Schrecklichkeit, der als Autor der Originalausgabe zeichnete, verbergen sich die Brüder Robert und Philip Spence aus Newcastle. Erst vor vier Jahren konnte die Familie der beiden ausfindig gemacht werden, die dem Nachdruck der Satire zustimmten.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Daß wir die kleine Preziose wieder lesen können, verdanken wir dem Berliner Autorenhaus Verlag und den Erben der Brüder Spence, die nicht nur die Rechte für einen Nachdruck freigegeben, sondern auch noch zugunsten des Struwwelpeter-Museums in Frankfurt am Main auf alle Einkünfte daraus verzichtet haben. Von Joachim Fest sehr persönlich eingeleitet, bietet der kleine Band zudem die deutsche Rückübersetzung der englischen Verse.«
Die Welt
'Der Berliner Autorenhaus Verlag hat das Kleinod verdienstvollerweise wieder ausgegraben … Für das Vorwort gewann man keinen geringeren als … Joachim Fest.'
Mindner Tageblatt
'Buch gegen Krieg: Struwwelhitler'
GeneralAnzeiger
'Anti-Nazi-Klassiker von 1941'
Rheinische Post
'Mit Struwwelhitler im Krieg'
Bild
'Mit dieser Parodie warnten die Engländer vor dem Nazi-Diktator'
200. Geburtstag von Struwwelpeter-Autor Heinrich Hoffmann
Wenn der Schöpfer des berühmtesten deutschen Kinderbuches unsterblich wie seine Struwwelpeter-Figur wäre, würde er am 13. Juni seinen zweihundertsten Geburtstag feiern. Das tut jetzt die Stadt Frankfurt, in der er geboren wurde.
Heinrich Hoffmann war Arzt und Psychiater, leitete die „Anstalt für Irre und Epileptische“ und schrieb für seine Kinder und Enkel unter Pseudonymen wie Reimerich Kinderlieb oder Heulalius von Heulenburg Geschichten und Verse, die er selbst illustrierte. So entstand in einer Zeit, in der das Genre Kinderbuch noch eine Unbekannte war, das bis heute berühmteste historische Kinderbuch: Der Struwwelpeter. Dass es mit drastischen Strafen für die aufmüpfigen Kleinen droht, störte damals niemanden, hatte es doch offensichtlich erzieherische und charakterbildende Absichten.
Der Struwwelpeter ist nun 165 Jahre alt und nach Meinung des Kinderbuchforschers Bernd Dolle-Weinkauff immer noch ein lesenswertes Buch für Kinder im Vorschulalter. Heinrich Hoffmanns handgezeichnetes, rhythmisch gedichtetes Bilderbuch hat inzwischen unzählige Adaptionen überstanden und ist doch - ob als antiautoritäres Gegenstück oder politische Satire - immer originell geblieben. Bis heute wird Der Struwwelpeter in Buchhandlungen verkauft, selbst wenn er von einigen Eltern manchmal als Kinderschreck bezeichnet wird.
In den deutschsprachigen Ländern gibt es eine Gruppe ernsthafter Sammler der begehrten Struwwelpetriaden. Und es gibt in Frankfurt das Struwwelpeter Museum, gegründet von dem Künstler Gerhard Herzog und seiner Frau, der Fotografin Marion Herzog-Hoinkis, die mit vielen ungewöhnlichen Aktionen für zeitnahe Arbeiten zum Thema Struwwelpeter gesorgt haben. Das Künstler-Ehepaar hat lange Jahre ehrenamtlich das kleine Struwwelpeter-Museum in der Schirn ehrenamtlich betreut.
Wir gratulieren Frau Herzog-Hoinkis ganz herzlich zu ihrem achtzigsten Geburtstag. Alle Struwwelpeter-Freunde danken für ihr Engagement und ihren Enthusiasmus. Es kann kein Zufall sein, dass sie am gleichen Tag geboren ist wie Heinrich Hoffmann, der Vater des des Struwwelpeter, für den sie sich Jahrzehnte so uneigennützig eingesetzt hat.