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Der tägliche Kojote - ein Buch über die wunderbaren Möglichkeiten, die uns das Leben bietet, wenn wir mutig sind.


Schreibanregungen für Übungstexte mit Gedichtzeilen

 Viele erfolgreiche Schriftsteller schreiben täglich, selbst wenn sie nicht an einem Roman oder einem Stück arbeiten – zur Übung und Lockerung. Wie Sportler trainieren sie Geist und Fantasie und beschäftigen ihre Kreativität. Möchten sie das auch? 

Hier finden Sie jede Woche eine neue Schreibanregung, Gedichtzeilen, manchmal auch nur Fragmente, die mir begegnet sind und besonders gefallen haben. Vielleicht helfen sie auch Ihnen ein bisschen, in den Arbeitsrhythmus eines Profischreibers zu kommen?

Diese Seite ist für Ihre Übungstexte gedacht. Sie sollten kurz sein, können Prosa sein und an die Gedichtzeile anknüpfen:

10.08.2009
Es ist immer derselbe Traum ...

(Hermann Hesse: Traum)

15.07.2009
Fremde Menschen lächelten mit halboffenem Mund

(Jachym Topol: "Zuhause machte ich Licht an")

16.06.2009
ich werde nicht sagen schau mir in die augen kleiner

(Katrin Stange "aschermittwoch")

09.06.2009
Du darfst dich nicht gewöhnen

(Hilde Domin: "Mit leichtem Gepäck")

26.05.2009
Mein Auge ist ein / Tier

(Ana Blandiana: Mein Auge)

15.05.2009
Ich möchte nicht mehr sein, der ich bin

(J.R. Wilcock: "Unschuldiger Traum")

08.05.2009
Ich trage ihn – den Namen – wie ihn die Pflanze trägt

(Erika Burkart: Niemand heißt heute Erika)

16.04.2009
Zwischen uns fiel der Regen des Vergessens

(Peter Huchel: "Verona")

07.04.2009
Das Abseits ist kein Ort auf Dauer

(Ursula Krechel "Weißheit")

03.04.2009
Wende die dunkle / Traumfeder

(Franz Liebl: Kindheit)

13.02.2009
Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

(Ursula Krechel: "Geblendet vom Mond, marode Maisonette")

08.02.2009
Wir sollten nicht die Dämmerung im Zimmer löschen

(Antanas A. Jonynas: "Grenzgebiet")

03.02.2009
Warum bringst du deiner Geliebten kein / Souvenir aus deinen Träumen mit?

(Antanas A. Jonynas: "Tequila in der Rue Savoie")

29.01.2009
Der Teufel sitzt nachts / im Beichstuhl des Nebels

(Peter Huchel: "Wintermorgen in Irland")

22.01.2009
Die blume die ich mir am fenster hege / Verwahrt vorm frost in der grauen scherbe

(Stefan George: Die blume die ich mir am fenster hege)

15.01.2009
Als ich Brennesseln essen musste,

(Christa Kozik: "Frühe Kindheit)

24.12.2008
du sagst, die nacht/ muss das blatt wenden

(Markus Simon: Aber was kommt, was kommt)

14.12.2008
Man kann eine Lüge nicht beten

(Les Murray: Dichtung und Religion)

05.12.2008
Es gibt für uns keinen Park

Anna Schewelew: Es gibt für uns keinen Park)

25.11.2008
Du bist durch meine Bilder spaziert

(Jan Volker Röhnert: "Ballette")

05.11.2008
unter den fingern zerfällt der abend

(Raoul Schritt: Physikalische Optik II)

26.10.2008
Plötzlich tritt sie, in den Wind gehüllt,

(R.M.Rilke: "Dame auf einem Balkon")

08.10.2008
Ich wartete auf das Diktat der Stille

(Olga Orozco: "Der Rest war Stille")

02.10.2008
Ein Bild geprägt in Münzen der Erinnerung

(Herman Melville: "Die Äolsharfe - Im Gasthof zur Brandung")

19.09.2008
Jeder träumte von einer anderen Tür

(Michael Krüger: "Die Schlüssel")

12.09.2008
Da alle Wolken reisen um Mitternacht

(Arno Schmidt: "Trunkner im Dunkel")

05.09.2008
Selbst unsre Seufzer gingen auf Scheckkarte

(H.M. Enzensberger: "Kurze Geschichte der Bourgeoisie")

27.08.2008
Auch an blauen Tagen wirst du verlassen

(Hilde Domin: "Ein blauer Tag")

22.08.2008
Ich hab vor deinem Hause still gestanden

(Gertrud Kolmar: "Märchen")

01.08.2008
Wir vertrauen einander keine Geheimnisse an

(Sándor Weöres: "Grammatische Personen")

23.07.2008
Du könntest vieles sagen, was mir nützt./Wenn auch ein Wort nichts weiter ist!

(Hugo von Hofmannsthal: "Schlaflose Mörderin")

18.07.2008
Wir werden zwischen zwei Versen gehen/wo die Wörter uns nicht fangen ...

(Iain Crichton Smith: "Wir werden gehen")

10.07.2008
sanftmütiger wir sind uns irgendwo begegnet

(Wolfgang Hilbig: "später nachruf l.g.")

04.07.2008
Am Samstag fragt man: Fred, wie geht's?

(Simone Borowiak "Hessen nimmt Abschied von Freddy Mercury")

26.06.2008
Warum bringst du deiner Geliebten kein Souvenir aus deinen Träumen mit?

(Antanas A. Jonynas: "Tequila in der Rue Savoie")

19.06.2008
Als kämen sie vom Ende des Lebens ...

(Saif ar-Rahbi: Bäume, die fortziehen)

12.06.2008
Du trägst eine Blüte über dem Mund

(Johannes Bobrowski: Undine)

04.06.2008
Auch er könnte Sommerlippen berühren und lächeln

(Dylan Thomas "Poet: 1935")

28.05.2008
Als ich Platz nahm am Tisch in der kalten Veranda

(Henning Ziebritzki: "Der Höhepunkt der Exkursion")

22.05.2008
Und meine Jahre sind ein Stein hinter mir

(Basim an-Nabris: "Ein Mann der Nostalgie")

24.04.2008
keine angst ich geh von allein &

(Albert Ostermaier: "schneewittwchen")

16.04.2008
Jetzt wohne ich in der nach ihm benannten Straße

(Hans-Ulrich Klose: Zeit schreiben)

09.04.2008
Und du bleibst immer bei mir, und du verlässt mich nicht

Jesse Thor: Rede von der Anschauung

03.04.2008
Mein Gedicht hat Lust auf einen Dichter

(Evelyn Schlag: Die Stimmen der Dichter in Lissabon)

26.03.2008
Jeder lebt von sich getrennt ...

(„Du oder ich oder wer“ von Hans Peter Keller)

19.03.2008
Und sie kam eines nachts in die Seemannsbar

(Berthold Brecht: Ballade von der Hanna Cash)

12.03.2008
Eines Tages fand ich auf der schwarzen Insel ...

Pablo Neruda (Sonne des Meeres)

06.03.2008
Wie wünsch ich mir du würdest dich erinnern

(Jacques Prévert: Die toten Blätter)

28.02.2008
Es war die Nacht, in der sie nicht mehr lachten

(Karl Krolow: Es war die Nacht)

20.02.2008
Ihr rotes Haar, das wie ein Vorhang fiel

(Peter Maiwald: Hanne)

19.02.2008
Wir sitzen alle im gleichen Zug

(Erich Kästner)

29.01.2008
Es dürfen Kinder aus dem Kopf geboren werden ...

(Johannes Kühn: Die Steinbrecher kommen)

23.01.2008
Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

(Anne Morrow Lindbergh: Keine Engel mehr)

18.01.2008
Komm zu mir in der Nacht auf Siebensternenschuhen

(Else Lasker-Schüler: Ein Liebeslied)

29.12.2007
Das Herz ist ein geräumiger Friedhof

(Heiner Müller: Neujahrsbrief 1963)

19.12.2007
... sie tragen ihr Ich herum wie eine Gladiole

(Beat Brechbühl: Wie tropfende Mutterkühe stehen die Wolken stumm in der Landschaft)

12.12.2007
Ich fühle mich wie ein Tier in seinem Fell

(Roman Ritter: ("Einen Fremden im Postamt umarmen")

28.11.2007
Und wieder mir träumte, ich wäre geflogen

(Karl Kraus: Traum vom Fliegen)

21.11.2007
Liebe fragt Liebe: "Sag warum du weinst?"

(Börris von Münchhausen: Ballade vom Brenesselbusch)

14.11.2007
Für viele stirbt ein Wort, wenn es gesagt

(Emily Dickinson)

31.10.2007
Der Teufel soll die Sehnsucht holen!

(Ricarda Huch)

24.10.2007
Solange noch Liebesbriefe eintreffen

(Helga M. Novak)

17.10.2007
Wir begegnen uns höflich, / sagen: Wie nett, sich nach Jahren wiederzusehen.

(Wislawa Szymborska: Überraschendes Wiedersehen)

11.10.2007
Angst habe ich vor Küssen / Als wären es Bienen

(Paul Verlaine 'Armer junger Hirt')

03.10.2007
Ich weigre mich Masken zu tragen ...

(Inge Müller: Masken)

26.09.2007
Das süße Lächeln starb dir im Gesicht ...

(Theodor Storm: Begegnung)

20.09.2007
Ich mach ein Lied aus Stille ... / Und aus Septemberlicht ...

(Eva Strittmatter: Vor dem Winter)

12.09.2007
Immer sitzen sie vor den falschen Cafés

(Matthias Politycki, Touristen)

04.09.2007
Meine Gedanken strecken sich nach dir aus

(Max Dauthendey, Komm heim!)

23.08.2007
Ich schrieb und schrieb / Das Grün ins Gras

(Inge Müller, Sufen)

15.08.2007
die bitteren stricke / die mich an dich binden

(Elke Schmitter, Kein Spaniel)

08.08.2007
Irgendwo in dieser Straße, mir völlig unbekannt ...

('Der gute Nachbar' von John Burnside, Übers. Jan Galbraith)

01.08.2007
Ein Mädchen/ in/ schwarzen/ Strümpfen/ schön, wie/ sie herankommt ...

('Einfaches Bild' von Rolf Dieter Brinkmann)

24.07.2007
Draußen steht ein großer fremder Tag ...

('Bin so allein' von Rainer Maria Rilke)

18.07.2007
Ich seh dich mit deinem traurigen Kater …

('Lieber' von Herbert Achternbusch)

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Leserbeiträge zu:

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

vom 23.01.2008 (Anne Morrow Lindbergh: Keine Engel mehr)


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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

du glaubst sonst wäre Frieden?

Tu deinen Beitrag, lieb dich sehr
das ist dein Auftrag hier, hinieden!


Denn nur ein Mensch der liebevoll mit sich umgeht
der Engel Tun auf Erden hier versteht.

Von Berthild Lorenz · Eingetragen am: 26.06.2009
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

doch überall kannst du sie sehen.
Wenn kein Engel mehr auf Erden wär,
dann, Freund, würd ich willig gehen.

Von Gedankentrans Porter · Eingetragen am: 18.05.2009
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,
du glaubst an dich und den Tod.
Du glaubst, es gäbe keine Liebe mehr,
du glaubst schwarzweiß, nur nicht rot.
Du glaubst, es gäbe keine Wünsche mehr,
du glaubst an die Realität.
Du glaubst, es gäbe keine Menschen mehr,
Zu spät, Mensch, dein Engel ist tot.

Von Martina Moritz · Eingetragen am: 04.04.2009
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr
über meinem Bett hängen zwei
und auch sonst wenn ich gucke
begegnen sie mir
manchmal sind sie sogar lebendig
und helfen mir über den Tag
mit einem warmen Wort
oder
einem guten Essen
es gibt nämlich trübe Stunden
da helfen nur noch Engel.

Von Trucula Bonbon · Eingetragen am: 14.09.2008
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Ich glaube dafür an die Engel, an die Flasche und die Kippe die ich Dir ins Meer nachwarf, an all die Tage, die ich mich nach Dir sehnte, an all das sein.

Manchmal denke ich, ich lebe nur für Dich, nur wegen Dir… diese Obsession lässt mich nicht in Frieden.

Du warst was schönes, was unerklärliches in mir. Da kann ich noch Wochen dran rumschreiben, sowas kann sich nicht verändern.

Es war die goldene Zeit, wo du noch einen Anruf von mir erwartetest. Doch da kam die schwarze Zeit, mit meiner Paranoia, mit meinen Komplexen, mit meinen Ängsten. Da kam dann auch die Umstellung, das neue Leben, irgendetwas war immer im kommen, und überrollte mich meistens.

Und ich rudere weiter durch die Zeit, kann Dich nicht vergessen, muss mir die Gegenwart jeden Tag anschauen. Bleibt mir Deine Erinnerung, Deine Gegenwart in Träumen. Bleibt mir die Traurigkeit.

Was soll ich tun? Weiterschwimmen?, nach diesen Glanz im Leben. So tun als ob nichts wäre?… unmöglich, da bäumt sich was unkontrollierbares auf.
Ich weiss es nicht…

Von Stefan Ronacher · Eingetragen am: 02.08.2008
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr, und doch ist einer hier um für dich da zu sein. Du siehst ihn nur noch nicht, denn Engel kann man nur sehen, wenn man an sie glaubt. Ich kann ihn sehen, war er doch all die Jahre bei dir. Er war hier um dich zu schützen, dich im Auge zu behalten, dich zu trösten und Unheil von dir abzuwenden. Er war selbst dann noch hier, als du alle Hoffnung aufgegeben hattest. Selbst jetzt steht er neben deinem Bett und hält deine Hand um es dir leichter zu machen. Leichter auf deinem letzten Weg, den du in wenigen Stunden gehen wirst. Ich werde hier bleiben müssen, mich um unsere Kinder kümmern. Aber ich weiß, dass es dir dann besser gehen wird, wenn du erst dort bist. Und dein Engel wird sicherlich auch auf unsere Kinder achten. Für mich bist du mein Engel. Ich bin dankbar, so viele Jahre mit dir gemeinsam verbracht zu haben!

Von Sandra H. · Eingetragen am: 26.02.2008
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr, /
Dann sieh mich! /
Die Flügel sind zwar unsichtbar, /
aber ich schwebe abgehoben über allem. /

Von Ro McGer · Eingetragen am: 10.02.2008
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst
es gäbe
keine Engel mehr

so hast
du
recht

denn so
wie Prinzen
die erlösen solln

wie Feen
die Glück
dir bringen

wie Zauberer
und
Elfen fein

so gibts
die Engel
nur

willst Du
es selber
sein

sind wir
doch alle
hier auf Erden

um jeden Tag
und immer wieder
nur engeliger zu werden.

Von Eva · Eingetragen am: 07.02.2008
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Kommentar von kalinka-kaprisnaja

Wirklich schön!

Eingetragen am: 08.02.2008

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Engel, glaubst Du, gibt es nicht mehr,
Um so weniger Menschen
An sie glauben,
Um so weniger Engel
Gibt es im Himmel,
Wenn ein Menschenkind,
Aufhört,
An die Engel zu glauben,
Stirbt ein Engel da oben,
Löst sich in der Luft auf,
Und wird zu weisser Wolke,
Deswegen gibt es immer mehr Wolken
Und immer weniger Engel.

Von Natinka · Eingetragen am: 07.02.2008
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Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr

Jener, der verhärmt und trübsinnig ist,
weil das Leben ihm nicht gewogen ist,
verfällt leicht dem falschen Glauben,
dieser kann ihm die Hoffnung auf Gott
und seine Liebe rauben.

Jener der depressiv und schwermütig ist,
weil er glaubt, dass das Leben ihn vergisst,
kann auch nicht an Engel glauben,
denn das Licht ist aus seinen Augen
und aus seinem Sinn.

Jener aber, der freudig und hoffnungsvoll ist,
weil er weiß, dass Tag und Nacht einen Sinn ergibt,
beginnt jeden neuen Tag im hellen Licht
der göttlichen Führung und spricht
einen Dank dem Schutz der Engel.

Von Wananischi · Eingetragen am: 04.02.2008
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