AutorenhausVerlag

15 Jahre Autorenhaus-Verlag
"Profunde Sachinformation von hohem Gebrauchswert"
(Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel)

Schriftsteller &Schreiben: Tieger-Blog

Musen auf vier Pfoten in der edition tieger


Lesende

 


Börsenblatt: Das »Branchenhandbuch«
Jahrbuch für Autoren, Autorinnen
BuchMarkt: »Unentbehrliches Nachschlagewerk«

Der tägliche Kojote - ein Buch über die wunderbaren Möglichkeiten, die uns das Leben bietet, wenn wir mutig sind.


Schreibanregungen für Übungstexte mit Gedichtzeilen

 Viele erfolgreiche Schriftsteller schreiben täglich, selbst wenn sie nicht an einem Roman oder einem Stück arbeiten – zur Übung und Lockerung. Wie Sportler trainieren sie Geist und Fantasie und beschäftigen ihre Kreativität. Möchten sie das auch? 

Hier finden Sie jede Woche eine neue Schreibanregung, Gedichtzeilen, manchmal auch nur Fragmente, die mir begegnet sind und besonders gefallen haben. Vielleicht helfen sie auch Ihnen ein bisschen, in den Arbeitsrhythmus eines Profischreibers zu kommen?

Diese Seite ist für Ihre Übungstexte gedacht. Sie sollten kurz sein, können Prosa sein und an die Gedichtzeile anknüpfen:

10.08.2009
Es ist immer derselbe Traum ...

(Hermann Hesse: Traum)

15.07.2009
Fremde Menschen lächelten mit halboffenem Mund

(Jachym Topol: "Zuhause machte ich Licht an")

16.06.2009
ich werde nicht sagen schau mir in die augen kleiner

(Katrin Stange "aschermittwoch")

09.06.2009
Du darfst dich nicht gewöhnen

(Hilde Domin: "Mit leichtem Gepäck")

26.05.2009
Mein Auge ist ein / Tier

(Ana Blandiana: Mein Auge)

15.05.2009
Ich möchte nicht mehr sein, der ich bin

(J.R. Wilcock: "Unschuldiger Traum")

08.05.2009
Ich trage ihn – den Namen – wie ihn die Pflanze trägt

(Erika Burkart: Niemand heißt heute Erika)

16.04.2009
Zwischen uns fiel der Regen des Vergessens

(Peter Huchel: "Verona")

07.04.2009
Das Abseits ist kein Ort auf Dauer

(Ursula Krechel "Weißheit")

03.04.2009
Wende die dunkle / Traumfeder

(Franz Liebl: Kindheit)

13.02.2009
Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

(Ursula Krechel: "Geblendet vom Mond, marode Maisonette")

08.02.2009
Wir sollten nicht die Dämmerung im Zimmer löschen

(Antanas A. Jonynas: "Grenzgebiet")

03.02.2009
Warum bringst du deiner Geliebten kein / Souvenir aus deinen Träumen mit?

(Antanas A. Jonynas: "Tequila in der Rue Savoie")

29.01.2009
Der Teufel sitzt nachts / im Beichstuhl des Nebels

(Peter Huchel: "Wintermorgen in Irland")

22.01.2009
Die blume die ich mir am fenster hege / Verwahrt vorm frost in der grauen scherbe

(Stefan George: Die blume die ich mir am fenster hege)

15.01.2009
Als ich Brennesseln essen musste,

(Christa Kozik: "Frühe Kindheit)

24.12.2008
du sagst, die nacht/ muss das blatt wenden

(Markus Simon: Aber was kommt, was kommt)

14.12.2008
Man kann eine Lüge nicht beten

(Les Murray: Dichtung und Religion)

05.12.2008
Es gibt für uns keinen Park

Anna Schewelew: Es gibt für uns keinen Park)

25.11.2008
Du bist durch meine Bilder spaziert

(Jan Volker Röhnert: "Ballette")

05.11.2008
unter den fingern zerfällt der abend

(Raoul Schritt: Physikalische Optik II)

26.10.2008
Plötzlich tritt sie, in den Wind gehüllt,

(R.M.Rilke: "Dame auf einem Balkon")

08.10.2008
Ich wartete auf das Diktat der Stille

(Olga Orozco: "Der Rest war Stille")

02.10.2008
Ein Bild geprägt in Münzen der Erinnerung

(Herman Melville: "Die Äolsharfe - Im Gasthof zur Brandung")

19.09.2008
Jeder träumte von einer anderen Tür

(Michael Krüger: "Die Schlüssel")

12.09.2008
Da alle Wolken reisen um Mitternacht

(Arno Schmidt: "Trunkner im Dunkel")

05.09.2008
Selbst unsre Seufzer gingen auf Scheckkarte

(H.M. Enzensberger: "Kurze Geschichte der Bourgeoisie")

27.08.2008
Auch an blauen Tagen wirst du verlassen

(Hilde Domin: "Ein blauer Tag")

22.08.2008
Ich hab vor deinem Hause still gestanden

(Gertrud Kolmar: "Märchen")

01.08.2008
Wir vertrauen einander keine Geheimnisse an

(Sándor Weöres: "Grammatische Personen")

23.07.2008
Du könntest vieles sagen, was mir nützt./Wenn auch ein Wort nichts weiter ist!

(Hugo von Hofmannsthal: "Schlaflose Mörderin")

18.07.2008
Wir werden zwischen zwei Versen gehen/wo die Wörter uns nicht fangen ...

(Iain Crichton Smith: "Wir werden gehen")

10.07.2008
sanftmütiger wir sind uns irgendwo begegnet

(Wolfgang Hilbig: "später nachruf l.g.")

04.07.2008
Am Samstag fragt man: Fred, wie geht's?

(Simone Borowiak "Hessen nimmt Abschied von Freddy Mercury")

26.06.2008
Warum bringst du deiner Geliebten kein Souvenir aus deinen Träumen mit?

(Antanas A. Jonynas: "Tequila in der Rue Savoie")

19.06.2008
Als kämen sie vom Ende des Lebens ...

(Saif ar-Rahbi: Bäume, die fortziehen)

12.06.2008
Du trägst eine Blüte über dem Mund

(Johannes Bobrowski: Undine)

04.06.2008
Auch er könnte Sommerlippen berühren und lächeln

(Dylan Thomas "Poet: 1935")

28.05.2008
Als ich Platz nahm am Tisch in der kalten Veranda

(Henning Ziebritzki: "Der Höhepunkt der Exkursion")

22.05.2008
Und meine Jahre sind ein Stein hinter mir

(Basim an-Nabris: "Ein Mann der Nostalgie")

24.04.2008
keine angst ich geh von allein &

(Albert Ostermaier: "schneewittwchen")

16.04.2008
Jetzt wohne ich in der nach ihm benannten Straße

(Hans-Ulrich Klose: Zeit schreiben)

09.04.2008
Und du bleibst immer bei mir, und du verlässt mich nicht

Jesse Thor: Rede von der Anschauung

03.04.2008
Mein Gedicht hat Lust auf einen Dichter

(Evelyn Schlag: Die Stimmen der Dichter in Lissabon)

26.03.2008
Jeder lebt von sich getrennt ...

(„Du oder ich oder wer“ von Hans Peter Keller)

19.03.2008
Und sie kam eines nachts in die Seemannsbar

(Berthold Brecht: Ballade von der Hanna Cash)

12.03.2008
Eines Tages fand ich auf der schwarzen Insel ...

Pablo Neruda (Sonne des Meeres)

06.03.2008
Wie wünsch ich mir du würdest dich erinnern

(Jacques Prévert: Die toten Blätter)

28.02.2008
Es war die Nacht, in der sie nicht mehr lachten

(Karl Krolow: Es war die Nacht)

20.02.2008
Ihr rotes Haar, das wie ein Vorhang fiel

(Peter Maiwald: Hanne)

19.02.2008
Wir sitzen alle im gleichen Zug

(Erich Kästner)

29.01.2008
Es dürfen Kinder aus dem Kopf geboren werden ...

(Johannes Kühn: Die Steinbrecher kommen)

23.01.2008
Du glaubst, es gäbe keine Engel mehr,

(Anne Morrow Lindbergh: Keine Engel mehr)

18.01.2008
Komm zu mir in der Nacht auf Siebensternenschuhen

(Else Lasker-Schüler: Ein Liebeslied)

29.12.2007
Das Herz ist ein geräumiger Friedhof

(Heiner Müller: Neujahrsbrief 1963)

19.12.2007
... sie tragen ihr Ich herum wie eine Gladiole

(Beat Brechbühl: Wie tropfende Mutterkühe stehen die Wolken stumm in der Landschaft)

12.12.2007
Ich fühle mich wie ein Tier in seinem Fell

(Roman Ritter: ("Einen Fremden im Postamt umarmen")

28.11.2007
Und wieder mir träumte, ich wäre geflogen

(Karl Kraus: Traum vom Fliegen)

21.11.2007
Liebe fragt Liebe: "Sag warum du weinst?"

(Börris von Münchhausen: Ballade vom Brenesselbusch)

14.11.2007
Für viele stirbt ein Wort, wenn es gesagt

(Emily Dickinson)

31.10.2007
Der Teufel soll die Sehnsucht holen!

(Ricarda Huch)

24.10.2007
Solange noch Liebesbriefe eintreffen

(Helga M. Novak)

17.10.2007
Wir begegnen uns höflich, / sagen: Wie nett, sich nach Jahren wiederzusehen.

(Wislawa Szymborska: Überraschendes Wiedersehen)

11.10.2007
Angst habe ich vor Küssen / Als wären es Bienen

(Paul Verlaine 'Armer junger Hirt')

03.10.2007
Ich weigre mich Masken zu tragen ...

(Inge Müller: Masken)

26.09.2007
Das süße Lächeln starb dir im Gesicht ...

(Theodor Storm: Begegnung)

20.09.2007
Ich mach ein Lied aus Stille ... / Und aus Septemberlicht ...

(Eva Strittmatter: Vor dem Winter)

12.09.2007
Immer sitzen sie vor den falschen Cafés

(Matthias Politycki, Touristen)

04.09.2007
Meine Gedanken strecken sich nach dir aus

(Max Dauthendey, Komm heim!)

23.08.2007
Ich schrieb und schrieb / Das Grün ins Gras

(Inge Müller, Sufen)

15.08.2007
die bitteren stricke / die mich an dich binden

(Elke Schmitter, Kein Spaniel)

08.08.2007
Irgendwo in dieser Straße, mir völlig unbekannt ...

('Der gute Nachbar' von John Burnside, Übers. Jan Galbraith)

01.08.2007
Ein Mädchen/ in/ schwarzen/ Strümpfen/ schön, wie/ sie herankommt ...

('Einfaches Bild' von Rolf Dieter Brinkmann)

24.07.2007
Draußen steht ein großer fremder Tag ...

('Bin so allein' von Rainer Maria Rilke)

18.07.2007
Ich seh dich mit deinem traurigen Kater …

('Lieber' von Herbert Achternbusch)

Wie schreiben Sie weiter?

Wählen Sie eine Gedichtzeile und führen Sie diese nach Ihrer eigenen Vorstellung fort.
Alle Felder sind Pflichfelder, Ihre E-Mail Adresse wird jedoch nicht veröffentlicht und nicht weiterverwendet!
Wenn Sie möchten, benutzen Sie Ihr Pseudonym.
Dies alles gilt auch, wenn Sie einen Kommentar zu einem Beitrag verfassen möchten.
Wichtig! Ihr Beitrag erscheint nicht sofort, sondern wird nach Prüfung freigeschalten! - Danke für Ihr Verständnis.

Name*
E-Mail-Adresse*
Auswahl*
Beitrag*

 

Schnellauswahl





Leserbeiträge zu:

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

vom 13.02.2009 (Ursula Krechel: "Geblendet vom Mond, marode Maisonette")




Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

Leg‘ dich einfach neben mir ins Bett. Ich will deine B-Seite nicht hören. Bleib hier, und ruh‘ dich aus.
Du willst meinen Dreck auch nicht hören, nichts besonderes bin ich für dich.
Manchmal denk‘ ich an unser unübersichtliches Leben, und mir wird ganz komisch im Magen. Wir warten halt auf irgendetwas, irgendwas neues. Die Zeit rieselt so vorbei, und wir werden immer mehr was anderes.
Etwas wird geschehen... das ist gewiss. Da haben wir eine Hoffnung frei.

Von Stefan Ronacher · Eingetragen am: 25.04.2009
[ Kommentieren ]

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

oder doch,ja, erzähle von dir.
Mich interessiert nicht, was du unterlassen hast. Erzähl mir von den Dingen die du getan, von wilden Nächten, vom Leben leben.
Fülle mich auf mit deiner Welt, zeige mir die Dinge von denen nur mein Herz weiss und ziehe mich aus dem Gleichgang der Tage in dein Dunkelsein.

Von myli · Eingetragen am: 04.04.2009
[ Kommentieren ]

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

"Warum soll ich mich belasten, ich möchst nicht wissen,"
sagte Lilo zu ihrem Kater, da rennt er gerade die Treppe rauf,
"du glaubst doch nicht, ich ziehe deinen Nachwuchs auf,
ich hör`s von der Nachbarin und du hast ein gutes Ruhekissen."

Maren

Von Gisa Gasser · Eingetragen am: 17.02.2009
[ Kommentieren ]

Kommentar von Ro McGer

Leider wird hier nur sehr wenig kommentiert. Und niemand ist nachgewiesener Weise für (inhaltlich hochwertige) Kommentare so ungeeignet wie ich. Ich meine jetzt nicht die Korrekturvorschläge für vermeintliche oder wirkliche Tippfehler. Du hast die Form der Fabel gewählt. Ganz viel früher hatte man die Fabel verwendet, wenn man seinen Fürst kritisieren, aber nicht unter Zensur fallen wollte. Deshalb denke ich schon länger als über meinen eigenen Betrag nach, ober es Dir wirklich um Deine Katze geht, Du eine andere (nicht genannt werden wollende) Person meinst oder ob Du Dich vor dem dahinter stehenden Thema drücken willst. Natürlich geht es mir nicht allein um Dich. Auch ich schiebe das Thema vor mich her und bin froh, dass es mich bisher noch nicht persönlich getroffen hat.

Eingetragen am: 18.02.2009

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

Ich würde nur zu gerne wissen,
was er heute ins Silber getrieben hat,
seit er sich so leidenschaftlich gibt,
traue ich dieser Kunst so einiges zu.

Früher waren es z.B. Kreditgeber
mit Geldbank und einigen Leuten
darum herum gruppiert – doch heute
ahne ich Kurven um den Speck, die

nicht von verstecktem Gold herrühren,
die nicht nach Stall riechen, auch nicht
vergraben wurden, damit sie nicht Kriegs-
beute würden oder Fässlein, die zum

Austrinken auf eines Eselchens Rücken
geschnürt. Nein, es sind geschwollene
Hammen, stark aufgetrieben und kosten
weniger Silber als eben Energie und

sehr viel Feingefühl, weniger Worte,
mehr Durchtriebenheit beim Treiben und
Goldmachen durch Verschweigen der
Rezeptur, die kaum zugänglich, mehr wert.

Von hera dam · Eingetragen am: 15.02.2009
[ Kommentieren ]

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

Ich will nicht wissen, was du „getrieben“ hast. Für mich ist die eheliche Treue heiligste auf der Erde. Mir ist natürlich bekannt, dass dem Mensch der Treue-Gen fehlt. Ich akzeptiere auch, dass vor vielleicht 10.000 Jahren das private Eigentum und damit auch der Sinn einer Ehe noch nicht erfunden waren. Damals stand die Existenz der Menschheit auf der Kippe. Da ist es verständlich, dass es in einer dörflichen Gemeinschaft jeder Mann mit jeder Frau „getrieben“ hat. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung zwischen 18 und 24 Jahren konnte man sich ja auch nicht viel Zeit lassen. Es gab weder Ärzte noch die blaue Pille. Es gab weder Gerichte, Polizisten noch Söldner. Jedes Dorf musste sich selber mit den Menschen beschützen, die körperlich real existierten. Wer es am stabilsten in seinen Genen hatte, konnte sowohl die Nahrungsbeschaffung als auch die Verteidigung optimal gestalten. Heute zählen die Gene aber nicht mehr. Heute zählt die Erziehung, die Kultur und Bildung, die Tradition und von mir aus auch die Religion. Und deshalb ist für mich die eheliche Treue das heiligste in der heutigen Zeit.

Von Ro McGer · Eingetragen am: 15.02.2009
[ Kommentieren ]

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

ich kenne dich
du würdest mich doch belügen
sagte sie, ohne zu merken
dass so in jedem Zimmer gemordet wird!

Von Berthild Lorenz · Eingetragen am: 13.02.2009
[ Kommentieren ]

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

Mein chinesischer Stempel

Das was ich nicht weiss
warum macht es Leute heiss
weil ich darum es nicht weiss
macht es dir heut heiss

Von hera dam · Eingetragen am: 13.02.2009
[ Kommentieren ]